Dienstag, 5. Februar 2013

**Rezension** Die Shakespeare-Schwestern

Titel: Die Shakespeare-Schwestern         
Autorin: Eleanor Brown
Verlag: Suhrkamp / Insel
ISBN: 978-3-458-35835-0
Seiten: 374
Preis: 14,99 €
Genre: Zeitgenössische Literatur


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Story: 
Rosalind, Bianca und Cordelia: Die drei Schwestern – von ihrem exzentrischen Vater liebevoll nach Shakespeare-Figuren benannt – verbindet die Liebe zum Lesen. Darüber hinaus könnten sie jedoch unterschiedlicher nicht sein: Rose, die Vernünftige, die den Mann ihrer Träume gefunden hat, aber dem Abenteuer der großen Liebe nicht traut, Bean, die in New York ein Leben in Glanz und Glamour führt, und Cordy, das Nesthäkchen, das nicht erwachsen werden will und ziellos durch Amerika vagabundiert …
Eines Sommers kehren Rose, Bean und Cordy nach Hause zurück, in die öde Kleinstadt im Mittleren Westen. Die anfängliche Freude über das Wiedersehen währt nur kurz, denn nicht nur das Temperament der Schwestern, auch deren unterschiedliche Lebensvorstellungen prallen aufeinander. Und als nach und nach die wohlgehüteten Probleme der jungen Frauen ans Tageslicht kommen, wird die familiäre Harmonie auf eine harte Probe gestellt …

Meinung:
Zum Nachdenken und Schmunzeln ist schon die Aussage auf dem Cover: "Wir lieben uns. Wir mögen uns nur nicht besonders." Die 3 unterschiedlichen Schwestern kehren in ihr Elternhaus zurück, um erstens ihrer Mutter bei deren Krebs-Therapie beizustehen und zweitens, um Lösungen für ihre eigenen Probleme zu finden.
Ansich hat dieses Buch nicht viel Handlung. Die Autorin konzentriert sich viel mehr auf die einzelnen Charaktere und ihre Beziehungen zueinander. Ich empfand die Geschichte als sehr emotional, sie hat mich sowohl zum Lachen, als auch zum Weinen gebracht. Letzteres eher durch die Erinnerung an die Krankheit meiner eigenen Mutter. 
Die Erzählperspektive war zuerst irritierend, aber dann fand ich sie ganz gut. Es scheint nämlich, als würden die Schwestern die Geschichte gemeinsam erzählen. Der Vater und seine Töchter zitieren immer wieder Shakespeare, um bestimmte Situationen zu kommentieren. Auch wenn ich nie Shakespeare gelesen habe, fand ich die Zitate oft passend und amüsant.
Ein wunderschönes Buch!

Ich vergebe:

Kommentare:

  1. Hallo Miss Muffin,

    der Spruch auf dem Cover fand ich schon mal sehr passend und stimmig, wobei ich persönliche solche Geschichten nicht besonders mag, wenn sie so traurige Stimmung immer verbreiten beim Lesen oder?

    LG..Karin...

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    1. Klar, gibt es auch traurige Geschichten, aber das Leben ist halt nicht immer heiter Sonnenschein. ;-)

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  2. Hallo ,

    nun deshalb muss ich sowas auch nicht unbedingt lesen, sorry. Aber der Tod oder eine schlimme Krankheit kann so schnell in unserer aller Leben treten...

    Aber das muss auch jeder wiederum selber entscheiden, ob er sowas wirklich lesen möchte.

    LG..Karin...

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    1. Stimmt, wäre ja auch langweilig, wenn alle den selben Geschmack hätten...

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