Montag, 20. November 2017

**Rezension** Böses Kind (Alanna 1)


Titel: Böses Kind (Alanna 1)
Autor/in: Martin Krist
Verlag: Selfpublished
ISBN: 978-3-745035292
Format: Taschenbuch
Seiten: 320 Seiten
Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 2,99 € (E-Book)
ET: 2017-11
Genre: Thriller

Buchinfo/Klappentext:

Jede Lüge hat ihren Preis. Diese wird dich töten.
Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln.
Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.
Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!
Der erste Fall für Kommissar Henry Frei.  (Quelle: Martin Krist)


Cover:
Dieser Blick, diese markanten Augen erinnern mich irgendwie an den Tatort. Die Augen gucken sehr eindringlich und intensiv. Die Gesamtgestaltung gefällt mir sehr gut - das Schwarz-Weiß, das Fleckige zwischendrin. Es passt einfach zu einem Thriller.

Meinung:
Martin Krist ist zurück und stellt in "Böses Kind" einen neuen Ermittler vor - Kriminalhauptkommissar Henry Frei. Zusammen mit seiner Kollegin Albers ist er mitten in einem Mordfall, als die Leser ihn kennenlernen. 
Aber zunächst ist man im Prolog in der Gegenwart bei einer weiblichen Person, die gefangen gehalten wird. Zu dieser Person schickt uns der Autor im Laufe des Buches immer wieder und man rätselt, wer das wohl sein könnte. Die anderen Handlungsebenen begleiten zum einen die Ermittler und zum anderen die dreifache Mutter Suse, deren Tochter vermisst wird. Bevor die Ermittler auf diesen Vermisstenfall stoßen, ermitteln sie in einem Mordfall, der eindeutig zu sein scheint. Aber da es sich um einen Thriller von Martin Krist handelt, ist es nie so wie es scheint.
Obwohl dieser Roman weit weniger Handlungskonstrukte aufweist, wie es sonst bei Martin Krist üblich ist, erkennt man dennoch seinen unverwechselbaren Stil. Beim Lesen sucht man stets nach dem Zusammenhang der beiden Fälle. Ob man ihn findet, oder gar etwas völlig anderes entdeckt, müsst ihr schon selbst herausfinden.
Die Charaktere sind wieder einmal sehr authentisch angelegt. Besonders die kleine Zwangstörung Freis brachte mich häufig zum Schmunzeln. Auch die Müdigkeit seiner Kollegin kann jede Mutter nachempfinden. Suse hat mich zeitweise etwas genervt, eben weil sie so erschreckend echt wirkte.
Auch dieser Thriller bietet wieder grausame Bilder, die dem Leser vom Autor in den Kopf gepflanzt werden. Wenn auch nicht so komplex wie gewohnt, sind Handlungsabläufe geschickt platziert und lassen den Leser neugierig von Seite zu Seite springen. Die kurzen Kapitel tragen ebenso dazu bei, dass man schnell vorankommt wie die spannende Handlung an sich.
Wie immer spielt das Buch in Berlin, was mich als Berlinerin natürlich genauso begeistert wie der Rest der Story.
Martin Krist legt mit "Böses Kind" den Grundstein zu einer neuen Ermittlerreihe, der am Ende dieses Bandes mit einem fiesen Cliffhanger endet. Gott sei Dank müssen sich die Leser "nur" bis Mai 2018 gedulden - dann kommt die Fortsetzung.

Fazit: 
Mich hat dieses Buch wirklich sehr begeistert, da es wieder einmal zeigt, dass Martin Krist es versteht, das echte Berlin darzustellen. Es ist halt nicht alles geil und sexy, sondern auch schmutzig und böse. "Böses Kind" ist ein packender Pageturner, den ich jedem Thriller-Fan nur wärmstens empfehlen kann. Gänsehautfaktor!






Auch wenn ich als Korrektorin an diesem Projekt beteiligt war, spiegelt diese Rezension meine ureigene Meinung wider!





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