Samstag, 23. Februar 2013

**Rezension** Das Buch der verlorenen Dinge

Titel: Das Buch der verlorenen Dinge
Autor/in: John Connolly
Verlag: List Verlag
ISBN: 978-3-548-60922-5
Seiten: 336
Preis: 8,95 €
Genre: Gegenwartsliteratur/Fantasy
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Umschlagtext: 
Nach dem Tod seiner Mutter flüchtet sich der zwölfjährige David in die Welt der Bücher. Schon bald merkt er, dass sich Realität und Fantasie vermischen. Es beginnt eine abenteuerliche Reise an die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit.
Eine märchenhaft böse Geschichte.

Meinung:
Schon das Cover lies mich auf ein magisches Buch hoffen und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch beginnt damit, dass der 12jährige David sich auf den Tod seiner Mutter einstellen muss, der dann auch bald eintritt. Schon am Anfang der Geschichte merkt man, dass David ein besonderes Verhältnis zu Büchern hat, und somit ist es auch nicht verwunderlich, dass er sich immer mehr in seine eigene Welt flüchtet. Dies verstärkt sich nur noch mehr, als sein Vater eine neue Frau findet und mit ihr einen Sohn bekommt. Das neue Zimmer von David wird schon sehr verwunschen beschrieben (Efeu rankt durch die Wände) und der "Krumme Mann", den David zu sehen scheint, hab ich mir durch die bildreiche Beschreibung sehr gut vorstellen können. Nach einem Streit mit seiner Stiefmutter verschwindet er aus Neugier in einer Lücke im Garten und landet in einer anderen Welt.
Diese andere Welt wird sehr brutal und gefährlich beschrieben. Man begegnet diverses Märchenfiguren und lernt sie völlig neu kennen. Die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen.
Mich hat diese Geschichte sofort gepackt und am Ende brauchte ich schon das eine oder andere Taschentuch. Eine ergreifende Geschichte über Ängste, Wünsche, Familie, Liebe und Mut.

Ich vergebe:

Donnerstag, 14. Februar 2013

**Rezension** Bis der Tod uns eint

Titel: Bis der Tod uns eint        
Autorin: Wendy Morgan
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-16296-3
Seiten: 448
Preis: 8,95 €
Genre: Krimi/Thriller
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Story: 
Drei Frauen begegnen sich in einem abgelegenen Hotel: Sandy will den romantischen Mann treffen, den sie über eine Kontaktanzeige kennengelernt hat. Liza hofft auf einen lukrativen Buchvertrag mit einem kontaktscheuen Autor. Und Jenny will einfach eine Auszeit nehmen. Nichts haben die drei gemeinsam - so scheint es zunächst. Dann bricht ein fürchterlicher Sturm aus und hält sie in dem unheimlichen Haus gefangen. Langsam beginnen die Frauen zu ahnen, dass ihr merkwürdiger Gastgeber etwas im Schilde führt. Ihr Instinkt trügt sie nicht, denn ihr Gastgeber ist ein Mann aus ihrer Vergangenheit, der einen finsteren Racheplan geschmiedet hat ...

Meinung:
Dieser Thriller hatte mich von Anfang an gepackt. Zu Beginn lernen wir drei unterschiedliche Frauen kennen, die alle auf verschiedene Art und Weise am Valtentinstags-Wochenende auf eine kleine Insel gelockt werden. Ich dachte sofort: Hallo, welche Frau ist bitte so blöd, im Winter allein in ein Gasthaus auf eine kleine Insel zu kommen??? Nun, Sandy (die pummelige Quasselstrippe) ist auf ein Blind Date mit einen erfolgreichen Arzt aus. Liza (die zickige Karrierefrau) hat eine Verabredung mit einem Autor, der einen neuen Verlag sucht. Und Jenny (die verschlossene) löst den Gewinngutschein für ein Ausspann-Wochenende ein, der eigentlich für ihre Zwillingsschwester Laura bestimmt war.
Wendy Morgan beschreibt wundervoll die düstere und unheimliche Stimmung auf der Insel und speziell in dem Gasthof. Sie schreibt flüssig und weiß den Leser mitzureißen. Auch wenn schnell klar ist, wer die Frauen dorthin gelockt hat und aus welchem perfiden Grund, bleibt der Spannungsbogen trotzdem bis zur letzten Seite erhalten.

Ich vergebe:

Montag, 11. Februar 2013

**Rezension** Bryony - Rebellin unter Feen

Titel: Bryony - Rebellin unter Feen        
Autorin: R. J. Anderson
Verlag: Carl Hanser Verlag
ISBN: 978-3-446-23658-5
Seiten: 284
Preis: 14,90 €
Genre: Kinder-/Jugendliteratur - Fantasy


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Story: 
Tief im Inneren der großen Eiche liegt das Königreich von Amaryllis, der Rückzugsort der letzten Feen. Aus unerklärlichen Gründen haben sie ihre magischen Kräfte eingebüßt und drohen auszusterben. Die tapfere kleine Bryony versucht als Einzige herauszufinden, warum die Feen ihre Zauberkraft verloren haben, und wagt ein großes Abenteuer: den Flug hinaus aus dem Fantasy-Reich in die Welt der Menschen. Dort lernt sie den Jungen Paul kennen, und es beginnt eine verbotene Freundschaft. Gemeinsam mit ihm entdeckt Bryony ein altes Geheimnis des Feenvolkes.

Meinung:
In diesem Kind geht es um das Feenkind Bryony - geschlüpft aus einem Ei. Schon früh zeigt sich, dass Bryony anders ist, als die übrigen Feen. Sie ist neugierig und sehr interessiert an der Welt außerhalb des Feenreichs. Obwohl der Kontakt zu Menschen streng verboten ist und als äußerst gefährlich gilt, hat sie als Kind Kontakt zu einem Menschenjungen (Paul). Jahre später , als sie die Feenwelt berufsbedingt verlassen darf, sieht sie Paul wieder. Neben der sich entwickelnden Freundschaft zwischen Fee und Mensch, erlebt man auch wie Bryony versucht herauszufinden, weshalb die Feen keine Zauberkräfte mehr haben.
Obwohl es sich hier um ein Kinder- bzw. Jugendbuch handelt, habe ich als Ü30jährige das Buch sehr gerne gelesen. Anderson schreibt klar und flüssig und obwohl man vielen verschiedenen Charakteren begegnet, verliert man nicht den Überblick. Die Feenwelt in diesem Buch wird wirklich wunderschön beschrieben, und der Leser kann sich alles nach eigener Fantasie vorstellen.
Band 2 "Timothy - Weggefährte der Feen" habe ich heute bestellt und Band 3 "Rhosmari - Retterin der Feen" folgt sicher auch bald.

Ich vergebe:

Dienstag, 5. Februar 2013

**Rezension** Die Shakespeare-Schwestern

Titel: Die Shakespeare-Schwestern         
Autorin: Eleanor Brown
Verlag: Suhrkamp / Insel
ISBN: 978-3-458-35835-0
Seiten: 374
Preis: 14,99 €
Genre: Zeitgenössische Literatur


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Story: 
Rosalind, Bianca und Cordelia: Die drei Schwestern – von ihrem exzentrischen Vater liebevoll nach Shakespeare-Figuren benannt – verbindet die Liebe zum Lesen. Darüber hinaus könnten sie jedoch unterschiedlicher nicht sein: Rose, die Vernünftige, die den Mann ihrer Träume gefunden hat, aber dem Abenteuer der großen Liebe nicht traut, Bean, die in New York ein Leben in Glanz und Glamour führt, und Cordy, das Nesthäkchen, das nicht erwachsen werden will und ziellos durch Amerika vagabundiert …
Eines Sommers kehren Rose, Bean und Cordy nach Hause zurück, in die öde Kleinstadt im Mittleren Westen. Die anfängliche Freude über das Wiedersehen währt nur kurz, denn nicht nur das Temperament der Schwestern, auch deren unterschiedliche Lebensvorstellungen prallen aufeinander. Und als nach und nach die wohlgehüteten Probleme der jungen Frauen ans Tageslicht kommen, wird die familiäre Harmonie auf eine harte Probe gestellt …

Meinung:
Zum Nachdenken und Schmunzeln ist schon die Aussage auf dem Cover: "Wir lieben uns. Wir mögen uns nur nicht besonders." Die 3 unterschiedlichen Schwestern kehren in ihr Elternhaus zurück, um erstens ihrer Mutter bei deren Krebs-Therapie beizustehen und zweitens, um Lösungen für ihre eigenen Probleme zu finden.
Ansich hat dieses Buch nicht viel Handlung. Die Autorin konzentriert sich viel mehr auf die einzelnen Charaktere und ihre Beziehungen zueinander. Ich empfand die Geschichte als sehr emotional, sie hat mich sowohl zum Lachen, als auch zum Weinen gebracht. Letzteres eher durch die Erinnerung an die Krankheit meiner eigenen Mutter. 
Die Erzählperspektive war zuerst irritierend, aber dann fand ich sie ganz gut. Es scheint nämlich, als würden die Schwestern die Geschichte gemeinsam erzählen. Der Vater und seine Töchter zitieren immer wieder Shakespeare, um bestimmte Situationen zu kommentieren. Auch wenn ich nie Shakespeare gelesen habe, fand ich die Zitate oft passend und amüsant.
Ein wunderschönes Buch!

Ich vergebe: