Freitag, 30. März 2018

Fremdgebloggt mit Tapsis Buchblog - Rezension zu Wahrheit gegen Wahrheit







Titel: Wahrheit gegen Wahrheit
Autor: Karen Cleveland
Übersetzer: Stefanie Retterbush
Verlag: btb
Seiten: 352
ISBN: 978-3442716746













Vivian Miller ist als Spionageabwehranalystin für die CIA tätig. Sie und ihre Kollegen suchen nach Schläfern in den USA. Auf einem gehackten PC findet sie Fotos von Verdächtigen. Unter ihnen: Ihr Mann Matt. Was soll sie tun? Wem kann sie vertrauen?

"Wahrheit gegen Wahrheit" ist das Debüt von Karen Cleveland und hat mich enttäuscht. Der Roman wird als Thriller um Spionage und den Kampf Russland gegen USA beworben. Der Inhalt zeigt jedoch schnell: Es ist ein Familiendrama, bei dem das Thema "Spionage" eine willkommene Bühne bietet. Es hätte aber auch jede andere Hintergrundgeschichte sein können. Schade!

Die Geschichte wird von Vivian selbst erzählt. Sie ist glücklich verheiratet, hat 4 Kinder und kämpft in ihrem Job gegen die Feinde Amerikas. In ihrem Leben herrscht Chaos und teilweise auch Verzweiflung. Ihr jüngster Sohn ist schwer krank, das Geld reicht vorn und hinten nicht und ihr Job verlangt alles von ihr ab. Gut, dass sie sich auf ihren Mann Matt verlassen kann. Oder besser konnte. Denn Matt ist ein russischer Spion.

Nein, mein letzter Satz ist kein Spoiler. Denn diese "Enthüllung" findet auf den ersten 30 Seiten statt. Und damit verpufft schon ein Teil der Spannung. Ich hatte beim Lesen des Klappentextes die Erwartung, dass Vivian sehr viel länger benötigt, um herauszufinden, dass sie mit einem Spion zusammenlebt. Nach der sehr frühen Enthüllung war ich gespannt, was die Autorin noch erzählen möchte. Leider war das nicht mehr viel. Man taucht tief in Vivians Zerrissenheit ein, lernt den stressigen Familienalltag kennen. Das wars. Ihre berufliche Tätigkeit findet für mich zu wenig Anklang. Der Roman ist kein Thriller, sondern ein Drama um Gewissensbisse, Für und Wider, Liebe gegen Verpflichtung. Für mich war das zu wenig, zu wenig Thrill. Daher habe ich das Buch nach knapp der Hälfte zugeklappt.

Der Stil von Karen Cleveland ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist gefühlvoll, ausführlich und verständlich.

Fazit: Wer Seelenstriptease mag, wird das Buch lieben. Für Thrillerfans ist es jedoch nichts. 



Neugierig geworden? Eine Leseprobe findet Ihr hier



Samstag, 24. März 2018

Leipziger Buchmesse 2018

Hallo Ihr Lieben,


Mit der reizenden Emily Bold
jetzt ist die Leipziger Buchmesse schon fast wieder eine Woche her. Die Zeit rennt! Und überall sieht und liest man Messeberichte. Also, so detailliert wie das andere Blogger machen, möchte ich eigentlich gar nicht berichten. Aber bestimmt nicht, weil ich keinen Spaß hatte. Nein! Denn den hatte ich. 
Ich habe viele interessante und nette Menschen getroffen. Manche davon zum wiederholten Male. Wie sagte Emily Bold am Messe-Samstag zu mir? "So eine Buchmesse ist ein bisschen wie ein Freundetreffen!" 

Inzwischen ist es schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass ich mich in Leipzig mit Akram El-Bahay treffe. Das war auch in diesem Jahr mein Auftakt und das geführte Interview kommt demnächst!

Mit Adriana Popescu
Entschuldigen möchte ich mich bei Adriana Popescu, die nach unserem Foto bei der Signierstunde kurzzeitig Sterne gesehen hat. ;-) Ihre Lesung war wie zu erwarten großartig und gehört für mich immer als fester Programmpunkt dazu.

Auf eine andere Lesung hatte ich mich besonders gefreut: Jojo Moyes. Direkt am ersten Abend mitten in Leipzig. Jojo Moyes füllte auch den letzten Sitzplatz im Kupfersaal. Gemeinsam mit Schauspielerin Louise Helm las sie aus ihrem neusten Buch und beantwortete zwischendurch die Fragen des Moderators, der aber leider oft nicht richtig übersetzte. Mich hat das nicht so sehr gestört... verstehe ja alles! 😉
Ursprünglich wollte ich mir im Anschluss noch ein Buch signieren lassen, aber da gefühlte 200 Menschen vor mir den selben Plan hatten, verzichtete ich darauf. Immerhin, zurück am Auto fand ich ein Geschenk der Stadt Leipzig vor: einen Strafzettel für Falschparken. 😇

Kuscheln mit Claudia Winter
Der nächste "Ausflug" in die Innenstadt war dann ohne Zwischenfälle. Autorin Claudia Winter scharrte ein paar liebe Menschen um sich und gemeinsam verbrachten wir den Abend in einem Restaurant. Wir hatten wirklich eine tolle Zeit und verstanden uns alle sehr gut. Das ist definitiv ein Messe-Highlight!

Weniger schön war das Schnee-Chaos, welches die größte Stadt Sachsens heimgesucht hatte. Ja okay, es hat pausenlos geschneit, aber nicht so doll, dass zwangsläufig alles zusammenbrechen muss. 😒 Ich war nur froh, dass ich nicht auf die Bahn oder den Flieger angewiesen war.

Schön und gut organisiert war auch das Bloggertreffen von Randomhouse. Na ja, am ersten Tisch bei den Autorinnen historischer Romane war ich etwas deplatziert, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Trotzdem kam man wunderbar mit anderen Bloggern und den Autoren ins Gespräch. Zeit für Fotos und Signierwünsche war auch. Und am Ende hinterließen alle Teilnehmer ihr "Autogramm" auf einem Poster. Tolle Idee!!


Sehr interessant waren die Vorträge und Diskussionen, die ich mir angehört habe. Ob es um männliche oder weibliche Protagonisten in Thrillern bzw. männliche oder weibliche Thrillerautoren ging, mehr Mut beim Bloggen oder aber auch wie Self-Publisher mit Werbung und dem Buchhandel umgehen - ich habe überall etwa für mich mitgenommen.

Im Großen und Ganzen hatte ich wirklich schöne vier Messetagen mit geplanten und zufälligen Begegnungen, interessanten Gesprächen und jede Menge guter Laune. Und im Gegensatz zum Großteil der Buchblogger bin ich nur mit vier neuen Büchern nach Hause gekommen, eins davon ist für mein Kind. Und ... pst... ich habe drei davon gekauft! 😉

v.l.o.: Mit Martin Krist, J. Vellguth, Tanja Neise, Anne Freytag, Akram El-Bahay und Lotta

Im nächsten Jahr bin ich bestimmt wieder mit dabei. Aber jetzt stehen erstmal andere Dinge an. 



Montag, 19. März 2018

**Reingehört** SNOWBLIND - Tödlicher Schnee



Titel: SNOWBLIND - Tödlicher Schnee
Autor/in: Christopher Golden
Sprecher/in: Matthias Lühn
Verlag: Ronin Hörverlag  
Produktion: Wunderkind Audiobooks
Spieldauer: 13 Std. 40 Min.
Genre: Thriller 
Preis: 19,95 €
ET: 2018-03
 

Inhalt:

Das kleine Städtchen Coventry in New England hatte schon tausende Schneestürme erlebt… aber noch keinen wie diesen. Menschen gingen in das weiße Gestöber und kamen nie mehr zurück.
Jetzt, zwölf Jahre später, zieht ein weiterer Sturm auf und die Bewohner von Coventry erinnern sich an diejenigen, die sie im Schnee verloren haben. Ein Fotograf trauert um seinen kleinen Bruder. Der Tod seiner Frau hat tiefe Narben im Leben eines Gelegenheitsdiebs hinterlassen. Und auf der anderen Seite des Landes erhält eine Frau einen Anruf… von einem Mann, der seit zwölf Jahren tot ist.
Der neue Sturm wird noch schrecklicher als der letzte werden und die Erkenntnis bringen, dass der Albtraum gerade erst anfängt. (Quelle: Ronin)


Meinung:

Ich hatte das Vergnügen, SNOWBLIND - Tödlicher Schnee als Pre-Listening hören zu dürfen. Das Buch hatte ich zuvor nicht gelesen, war also ausschließlich durch die Inhaltsangabe neugierig geworden.
Anfangs war ich etwas verwirrt, ob der vielen Namen, aber das legte sich recht schnell und die markante Stimme von Sprecher Matthias Lühn zog mich tiefer in die Geschichte. Zunächst beginnt sie mit den Ereignissen zwölf Jahre zuvor. Als dann der Zeitsprung kam, musste ich teilweise überlegen, wer jetzt wer ist, aber auch das bekommt man relativ zügig mit. Das liegt auch mit daran, dass der Autor sich nicht an einer Person festbeisst, sondern der Perspektivenwechsel häufiger vorkommt. So bekommt jeder Charakter genügend Aufmerksamkeit und der Hörer kann sich zu jedem eine eigene Meinung bilden.

Der Autor hat das Buch recht flüssig geschrieben, wenn ich es auch abschnittsweise etwas langatmig fand. Allerdings hat der Sprecher so viel Charakter und Vielseitigkeit in seine Stimme gelegt, dass das Zuhören zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde.

Die Story ansich ist wirklich spannend. Gegruselt hab ich mich zwar weniger, aber die Mystery/Fantasy-Elemente mochte ich wirklich sehr. 

Fazit:

SNOWBLIND - Tödlicher Schnee ist ein Thriller mit Mystery-Elementen. Mit authentischen Charakteren wird eine Story erzählt, der es nicht an Spannung mangelt. Als Hörbuch wunderbar gesprochen von Matthias Lühn, dessen Stimme mir an der einen oder anderen Stelle definitiv eine Gänsehaut beschert hat und das Kopfkino ordentlich ankurbelte.
Ich empfehle diese Hörbuch gern weiter.

Meine Wertung:






Ich danke Ronin und Wunderkind für das spannende Pre-Listening!







Dienstag, 13. März 2018

**Rezension** Mein Herz ist ein Chamäleon


Titel: Mein Herz ist ein Chamäleon (Herzchenkonfetti 3)
Autor/in: Sandra Henke
Verlag: Selbstverlag
ISBN: 978-1985186403
Format: E-Book
Seiten: 217 Seiten
Preis: 2,99 € (E-Book) / 8,49 € (Taschenbuch)
ET: 2018-03
Genre: Liebesroman

Buchinfo/Klappentext:
Mit ganzem Herzen sehnt sich die sensible Stella nach Liebe. Erst als sie in Cornwall den charismatischen Simon trifft, fühlt sie sich nicht mehr einsam. In der Nähe des Malers mit dem unwiderstehlichen Lächeln blüht sie auf. Doch dann findet sie heraus, dass er ein dunkles Geheimnis hütet, das es ihr unmöglich macht, mit ihm zusammen zu sein. (Quelle: Sandra Henke)

Montag, 12. März 2018

Mit dem Bus durch Berlin - Lesung von Uwe Wilhelm

Hallo Ihr Lieben!


Mittlerweile gehe ich gerne zu Lesungen, sogar wenn ich weder Buch noch Autor kenne. Im Prinzip ist das sogar noch spannender. Schließlich müssen mich beide noch überzeugen. Und so kam es, dass ich neugierig wurde, als die Berliner Krimibuchhandlung Miss Marple eine Thriller-Lesung in einem Bus ankündigte. Ich ließ mich auf die Liste setzen und freute mich mit meiner Begleitung auf einen interessanten Abend.



Aus welchem Buch gelesen wurde? Aus "Die 7 Farben des Blutes" von Uwe Wilhelm. Die Besonderheit dieser Lesung sollte nicht nur die Bustour durch Berlin sein, die uns an die Schauplätze des Buches führen sollte. Als zusätzliches Highlight war Schauspielerin Katja Riemann angekündigt.

Am 06.03. war es dann soweit. Mit ein klein wenig Verspätung, aber durch lustige und charmante Unterhaltung durch den Autor, starten wir zur Tour. Uwe Wilhelm las per Busmikro (per Cam funktionierte leider nicht) die ersten Passagen. 

Dann erster Auftritt Katja Riemann. Im Berliner Schneeregen harrte sie vor der Siegessäule aus und wartete geduldig, bis die Facebook-Live-Schaltung auf die Monitore im Bus übertragen wurde. Während sie las, umrundete der Bus die Siegessäule gefühlte 100 Mal. Muss schon irgendwie ein skurriler Anblick gewesen sein.

Als nächstes fuhr uns der Bus zur Rechtsmedizin der Charité. Katja Riemann wartete bereits auf einem Klappstuhl vor dem Eingang. Auch hier sollte es wieder eine Facebook-Live-Schaltung geben.
Allerdings brach währenddessen die Technik endgültig zusammen und deshalb kam die Schauspielerin zu uns in den Bus und sollte über das Busmikro lesen. Die Minuten verstrichen und dann kam es, wie es kommen musste. Aus das Busmirko streikte. 

Uwe Wilhelm entschuldigte sich etliche Male und teilte uns mit, dass wir die Lesung in der Buchhandlung beenden würden. Auf der Fahrt zurück unterhielt er uns mit kurzweiligen Anekdoten. Es gab sogar das Angebot, sein Eintrittsgeld zurückzubekommen. Davon machte ich allerdings keinen Gebrauch. Warum auch? Es wurde gelesen, wir sind mit dem Bus gefahren und Katja Riemann war da. Und für die Technik kann ja niemand etwas.

Zurück bei Miss Marple lasen Katja Riemann und Uwe Wilhelm, dicht gedrängt an die Gäste, jeweils noch zwei Ausschnitte vor. Und ich muss eines sagen: Man kann von Katja Riemann halten, was man möchte, aber sie kann wirklich sensationell gut lesen und hat mich damit völlig in den Bann gezogen. Großartig!

 
Am Ende kaufte ich das Buch, lies es mir signieren und ging gut unterhalten nach Hause. 

Mein Lob gilt dem Team von Miss Marple. Sie haben mit dieser Tour eine tolle Idee gewagt. Und auch wenn nicht alles so geklappt hat wie geplant, es war ein toller Abend! Es sollte mehr solcher außergewöhnlichen Lesungen geben. Ich wäre definitiv wieder dabei!